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DCM - Dobermann Kardiomyopathie
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Seit 24.3.2013 ist ein sehr informativer und auch bewegender Film über die DCM bei den Dobermännern online. Im Abspann ist u. A. auch meine Brookie zu sehen.

Seht es Euch an und bildet Euch selbst Euer Urteil, wie es um den Dobermann bestellt ist.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=fEyO40FgguI




Geschichte von Brooklyn, geb. 28.5.2006 - euthanasiert 2.1.2011

Es begann im Herbst 2009. Ich startete mit Brooklyn bei der Obedience-Beginner-Prüfung.
Ein Bestandteil dieser Prüfung ist die Übung "Gebisskontrolle".


Hier das Original-Prüfungsbild vom 25.10.2009

Der Richterin fielen die hellen Schleimhäute bei Brookie auf. Mir war das bas dahin gar nicht
bewusst. Habe dem Ganzen allerdings nicht weiter Beachtung geschenkt, was im Nachhinein
betrachtet, wohl auch ganz gut war...denn so konnten wir noch ein paar Monate
sorgenfrei leben.

Im Februar 2010 kam es zu einem mir damals noch unerklärlichen Zwischenfall vor einer
Trainingseinheit. Brookie fing an zu torkeln und fiel bei Bewusstsein einfach auf die rechte Seite.
Sie lag einfach am Boden und versuchte auch sofort wieder aufzustehen, was ihr nach ein paar
Zapplern mit den Beinen auch gelang. Sie schüttelte sich, bellte mich auffordernd an und
der Spuk war vorüber.
Ich wusste überhaupt nicht, wie ich das zu deuten hatte. Brookie war ohne weitere
Auffälligkeiten. Ganz im Gegenteil. Der Hund blühte regelrecht auf, war hoch motiviert bei der
Arbeit und ich konnte sogar eine Leistungssteigerung feststellen.

Am 13. März 2010 fing der Husten an.
Sie keuchte einige Tage vorher schon immer mal ein paar mal über den Tag verteilt, aber es
lag ja auch Schnee draussen und ich ging einfach davon aus, daß sie sich eine Erkältung
eingefangen hatte.

Am 15. März 2010 wurde ich deswegen bei meinem Haustierarzt vorstellig.
Diagnose: Kehlkopfentzündung.
Sie bekam Antiobiotika und einen Hustenstiller verabreicht.

Am 17. März 2010 war ich erneut beim Tierarzt, da sich Brookie's Husten stark verschlechtert hat.
Nach langem Abhören wieder die gleiche Diagnose: Kehlkopfentzündung.
Nochmal Antibiotika und Hustenstiller.

In der Nacht vom 17. auf den 18. März 2010 wäre sie fast erstickt....
Bin sofort am 18. März bei meinem Tierarzt aufgeschlagen und habe auf ein Röntgenbild
der Lunge bestanden. Dort sah man die Katastrophe.
Die ganze Lunge voller Flüssigkeit - massives Lungenödem!

Mein Tierarzt hat es nicht beim Abhören feststellen können und war auch nach der Röntgenaufnahme
nicht wirklich im Bilde. Ich hingegen schon.

Habe Brookie notmässig mittels Injektion entwässern lassen (hochdosiert Furosemid). Das brachte
eine sofortige Erleichterung. Der Husten ließ nach.

Am nächsten Tag, 19. März 2010, fuhr ich mit einer lieben Freundin (Danke nochmal an dieser Stelle!!!) zu Dr. Schramm nach Erlangen. Er ist spezialisiert für Herzkrankheiten und auch dem
sog. CC-Kreis angeschlossen.
Ich hoffte immer noch, daß es vielleicht nicht so schlimm ist.

Leider bekam ich da die ernüchternde Diagnose: hochgradige DCM mit kongestiven Herzversagen.
Endstadium. Überlebenszeit: maximial 6 Monate.

............................

Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit, Trauer, Angst....ich wäre fast selbst umgekippt, als ich dies hören musste.

Brookie bekam folgende Medikamentation:
Dimazon (Furosemid) zur Entwässerung
Fortekor
Vetmedin

Die genaue Dosis kann ich heute gar nicht mehr sagen. Die Entwässerung war zu Beginn
sehr stark. Das Ödem musste so schnell wie möglich raus.
Wir konnten uns dann später mit der Entwässerung runterdosieren, aber Brookie sollte bis zu
ihrem Lebensende dauerhaft Furosemid bekommen, da ihr Herz diese Leistung nicht mehr
erbringen konnte.

Am 30. März 2010 stellte ich Brookie das erste Mal an der LMU in München vor.
Dort läuft seit einigen Jahren eine Studie zur Dobermann Kardiomyopathie und ich wollte Brookie
unbedingt in dieser Studie haben.
Ich hatte und habe grösstes Vertrauen in die Ärzte dort.

Die schlimme Diagnose wurde dort bestätigt und ein grosses Lob an den Kollegen Dr. Schramm, Erlangen, ausgesprochen.
Beim Ultraschall und dem Kurzzeit-EKG wurden bereits massive Rythmusstörungen aufgezeigt.
Aufgrund dieser lebensbedrohlichen Tatsache, bekam Brookie noch zusätzlich Amiodaron (ein starkes Arrythmika) verschrieben, welches sie 2x täglich 2 Tabletten einnehmen muss.

Auch ein 24-Std.-EKG wurde angelegt.

Brookie am 30.3.2010 - direkt nach der Untersuchung an der LMU München


Brookie ging es schlecht. Sie hatte kalte Öhrchen, zitterte, schlief den ganzen Tag.
Nur zum Gassi war sie gut gelaunt. Auch ihr Appetit ließ nach. Sie fraß sehr schlecht.
Sogar Leckerlies verweigerte sie...das machte mir wahnsinnige Angst.

Heute weiß ich, daß vorallem das Amiodaron daran schuld war. Es war ihr einfach
speiübel und dieses Medikament schädigt in kürzester Zeit auch massiv die Leber.
Man versucht den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben....

Die Medikamentation war folgendermaßen:
2x täglich 2 Kapseln Vetmedin
3x täglich 2 Tabletten Dimazon (gegen das Wasser)
2x täglich 1/2 Tablette Fortekor
2x täglich 1/2 Tablette Forthyron 400
2x täglich 2 Tabletten Amiodaron 200

Forthyron erhielt Brookie, da ich sie auf Anraten Vieler auf die Schilddrüse untersuchen ließ.
Diese war in den Werten sehr schlecht.

Freies Trijodthyronin 1.5 (Normalwert 2.5 - 9.8 ) ng/l
Freies Thyroxin 0.4 (Normalwert 0.6 - 3.7) ng/dl
T3 (Trijodthyronin) 0,874 (Normalwert 0.2 - 2.0) ug/l
T4 (Gesamtthyroxin) <0.7 (Normalwert 1.0 - 4.7) ug/dl
TSH (canines) 0.39 (Normalwert <0.5) ng/ml

Mir war klar, daß ich Brookie nicht durch Schilddrüsentabletten retten kann, aber ich kann
ihr stark geschädigtes Herz noch ein klein wenig zusätzlich unterstützen.
In der Humanmedizin ist unlängst bekannt, daß schlechte Schilddrüsenwerte das Herz schädigen.

Ich fing an, Brookie noch mit einem hochdosierten Mariendistel-Präperat zu unterstützen.
Zusätzlich holte ich mir aus der Apotheke einen Magenschutz. Gastricumeel. Ein homöopathisches Präperat,
welches eine sehr gute Wirkung erzielt.
Auch die Gabe der einzelnen Medikamente versetzte ich zeitmässig.
Nicht mehr alles zusammen und fertig.
Von da ab ging es ihr besser. Sie fraß wieder, wenn auch nicht jeden Tag gleich, aber ihr
Allgemeinzustand war bei weitem nicht mehr so besorgniserregend, wie die ersten Tage.

Fortsetzung von Brookie's Geschichte:
Heute ist der 23. Juni 2014 (!!) und ich habe seit Brookies Tod Anfang 2011 wieder die Muse und auch
die Kraft, unseren Kampf gegen die DCM weiter zu dokumentieren.

Was bestimmt viele besorgte Hundehalter erleben, deren Hund entwässert wird: Der Hund ist sehr
müde. Mir machte das damals auch starke Sorge, denn ich wusste nicht, daß das "normal" ist bei
einer Entwässerung. Hier sei erwähnt, daß der Hund im Laufe der Zeit immer besser damit zurecht
kommt und später einen ganz normalen Tagesrythmus hat. Auch die viele Pinklerei bessert sich.

Nachdem der erste Schock über ihre Todesdiagnose DCM verdaut war, beschloss ich, Brookie so normal
wie nur eben möglich leben zu lassen. Gassigänge wurden in der Sommerzeit eher auf Morgens und Abends
beschränkt und ich warf ihr nicht mehr so häufig den Ball, wie früher. Aber ansonsten führte sie ihr
Dobermannleben so weiter, wie sie es auch bisher kannte.
Ihren geliebten Hundeplatz besuchte sie weiterhin, auch wenn ich natürlich im Hinblick auf ihr schwerkrankes
Herz ihre zu erbringende Leistung drosselte. Aber sie wollte arbeiten, war mit Feuereifer dabei, die schwarzen
Augen glänzten und sie war einfach nur glücklich. Manchesmal wünschte ich ihr, daß sie doch einfach in so einem
glücklichen Moment tot umfallen könnte. Diesen Wunsch erfüllte sie mir nicht.

Auch hier sei erwähnt, daß es Menschen gab, die meinen Umgang mit Brookie kritisierten.
"Was geht die mit einem sterbenskranken Hund auf den Hundeplatz" usw. Ich sage nicht viel dazu, nur möchte
ich anmerken, daß diese dumme Aussage nur soweit entschuldbar ist, da die Leute nicht wissen konnten, welche
Freude ich meinen Hund damit machte. Und eines ist auch ganz klar. Wenn man selbst nie in so einer Situation war,
ist es immer leicht vorab zu urteilen.

Brookie lebte gut mit ihren Medikamenten und den vielen Kontrollterminen in München.

Ich lebte weniger gut damit. Meine Gesundheit wurde zusehends schlechter. Die psychische Belastung spielte mir
übel mit und die körperlichen Symptome wurden mehr. Aber das war mein Los, der Preis für den Kampf, den ich nie
gewinnen konnte und es trotzdem versuchte.

















Update  
  Letztes Update 21.12.2014



 
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